Freiwillige Feuerwehr

Feuerwehrhaus
Blumenstraße 2
73262 Reichenbach an der Fils
Telefon (0 71 53) 95 89 90
Fax (0 71 53) 95 89 91

Kommandant
Michael Kohlhaas
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Das Feuerwehrhaus ist nur im Alarmfall besetzt. Für Ihren Notruf rufen Sie 112 an.

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Reichenbach an der Fils

Nach 2 Jahren Pandemiepause wieder in Präsenz - 64 Alarmierungen mit 88 Einsatzstellen im Jahr 2021

Am Freitag, den 25. März hielt die Reichenbacher Wehr ihre Hauptversammlung im Feuerwehrhaus ab. 

Nach 2 Jahren Corona Pandemie fand diese wieder in Präsenz statt. In der Fahrzeughalle mit viel Abstand untereinander und nur mit der Aktiven Wehr.

Kommandant Michael Kohlhaas konnte als Gäste nur Bürgermeister Bernhard Richter sowie unseren Ehrenkommandant Roland Eberle begrüßen. Vor Eintritt in die Tagesordnung gedachte man den verstorbenen Feuerwehrkameraden, insbesondere unserem ehemaligen stv. Kommandanten Oliver Sander.
 
Der Jahresbericht des Kommandanten folgte. Zum Jahresende betrug der Mannschaftsstand 58 Aktive, 22 Jugendfeuerwehrangehörige sowie 16 Mann in der Altersabteilung mit Ehrenmitgliedern. Mit ein paar Daten sollen die umfangreichen Tätigkeiten der Reichenbacher Wehr belegt werden. Im Berichtsjahr gab es trotz Corona 62 Dienstveranstaltungen: der überwiegende Teil waren Übungsdienste online oder in kleinen Gruppen, dazu kommen ein paar wenige Sonderdienste, sowie Online-Ausschusssitzungen; es fand nur ein Lehrgang statt; Veranstaltungen zur Kameradschaftspflege gab es nicht.
 
Dazu gab es im Jahr 2021 64 Alarmierungen mit 88 Einsatzstellen – ein einsatzreiches Jahr der Wehr! Bei 8 Alarmierungen lautete die Einsatzkurzmeldung „Brand“, mit dem Alarmierungsstichwort „Hilfeleistung“ wurden 52 Einsatzstellen gemeldet, dazu kamen noch 27 Fehlalarme. Ein sehr großer Teil der Einsatzstellen waren Hilfeleistungseinsätze durch Hochwasser und Unwetter, mit zusammen 430 Einsatzstunden. Insgesamt wurden im letzten Jahr bei Einsätzen 8 Personen aus lebensbedrohlichen Lagen gerettet oder zur medizinischen Erstversorgung betreut. Die Feuerwehrmänner mussten bei einem Verkehrsunfall einen Toten bergen und bei zwei Türöffnungen konnten den Personen nicht mehr geholfen werden. 1840 Einsatzstunden wurden in Summe von der Reichenbacher Wehr absolviert.
 
Die Übersicht unseres Fahrzeugbestandes zeigte, dass unser Löschgruppenfahrzeug LF 8 mit einem Alter von 33 Jahren jetzt ein echter „Oldtimer“ ist. Eine Ersatzbeschaffung ist bereits in Vorbereitung. Für die Unterstützung bei seiner Arbeit dankte er den Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung und allen Kameraden, die mithelfen bei der Ausbildung, der Verwaltung, der Öffentlichkeitsarbeit und der Kameradschaftspflege.
 
Es folgten Berichte vom Kassier, des Jugendwarts sowie vom Leiter der Altersabteilung.
 
Kassier Ralf Brucker stellte den Kassenbericht vor. Durch die Pandemie entfielen alle Veranstaltung und somit auch der Großteil der Einnahmen, aber auch die Ausgaben waren zurückgegangen. Die Zuwendung der Gemeinde war die größte Einnahme. Ein Dank auch allen Spendern, die mit kleinen oder größeren Spenden einen Beitrag für unsere Kameradschaftspflege leisten. So endete das letzte Jahr mit einem Minus.
Ralf Brucker gab bekannt, dass dies sein letzter Kassenbericht war, da er sich nicht mehr für eine 5-jährige Amtszeit zur Verfügung stellt. Er sagte jedoch zu bis zur Wahl eines neuen Kassiers durch den Feuerwehrausschuss die Kasse weiter führen wird.
Die Kassenprüfer bescheinigten ordentliche Arbeit, die Entlastung war einstimmig.
 
Jugendwart Mario Dagott, bei seiner Arbeit unterstützt von seiner Stellvertreterin Linda Stauss und den Kameraden Stefan Bolz, Karim Dali, Lars Friede, Björn Held sowie Philipp Kohlhaas, berichtete von einem besonderen Jahr. Bis Anfang Juni gab es keine Präsenzdienste, 6 Onlinedienste waren die Alternative. Gut gemacht war dies besser als gar nichts, aber Feuerwehr online ist natürlich lange nicht so spannend wir vor Ort. Bis zu den Sommerferien gab es dann wider Spiel, Spaß und Kameradschaft.
In der Sommerpause begaben sich alle Jugendleiter auf ein Klausurwochenende, da der bisherige Jugendwart Christoph Denzinger-Alber und Jugendleiterin Louisa Gewand aus zeitlichen und privaten Gründen aufhörten. Ein Dank an die beiden für die langjährige Arbeit in der Jugendfeuerwehr. Die Jugendleiter stellten sich neu auf und diesen Vorschlägen stimmte der Kommandant zu und setzte die neue Führung ein.
Nach den Ferien konnte mit frischem Elan gestartet werden, bis es im November wieder zum „aus“ kam. Im letzten Dienst konnten die Jugendlichen bei einer großen Übung an der Realschule ihren Eltern, Geschwistern und Großeltern zeigen, was sie draufhaben.
Bei zwei Sonderdiensten wurden die Blutspende-Aktionen im Feuerwehrhaus unterstützt.
 
Auch die Altersabteilung konnte letztes Jahr nur sehr eingeschränkt aktiv sein, wie aus dem Bericht vom Leiter Hans Baumer hervorging. Dieser war leider erkrankt, daher übernahm Kamerad Robert Eberle den Vortrag. Aufgrund der Pandemie gab es im ersten Halbjahr keine Zusammenkünfte. Das erste Treffen fand im Juli zusammen mit den Frauen bei einem Grillabend statt. Ein Tagesausflug führte im Sommer in das schöne Allgäu nach Füssen. Es blieb dann bei 3 Dienstabenden und 3 private Veranstaltungen, bevor im Spätherbst der nächste „Lockdown“ kam.
 
All diesen Kameraden und ihren Helfern sprach man für die Arbeit den Dank aus.
 
Weiter in der Tagesordnung ging es mit Aufnahmen und Beförderungen der letzten Jahre.
 
Nach 2 Jahren Corona Pandemie fand diese wieder in Präsenz statt. In der Fahrzeughalle mit viel Abstand untereinander und nur mit der Aktiven Wehr.

Fionn Zügel, Justin Tasa, Kommandant Michael Kohlhaas (von links)

In die aktive Abteilung wurden Fionn Zügel und Justin Tasa (Bild von links) sowie Jan Brezina und Louis Löffler aufgenommen.
 
Aufgrund besuchter Lehrgänge und Dienstzugehörigkeit wurden folgende Kameraden/-in befördert:

Daniel Borschosch, Niclas Dietrich, Henrik Fritsch, Julian Fischer zum Feuerwehrmann, Franziska Furtwängler zur Oberfeuerwehrfrau, Marc Reißner, Daniel König zum Hauptfeuerwehrmann und Joachim Löffler zum Brandmeister (Bild von links) sowie Marc Weller zum Hauptfeuerwehrmann

Zugführer Joachim Löffler (Bild Mitte) wurde zum Brandmeister befördert
 

Bürgermeister Bernhard Richter hatte jetzt die Gelegenheit in einem Grußwort die Würdigung der Dienste im Namen von Verwaltung, Gemeinderat und Bürgerschaft auszusprechen. Er erwähnte dabei den Anfang der Pandemie zum Jahreswechsel 2019/2020 und unsere Hauptversammlung im März 2020, welche als 1. Veranstaltung kurz vor Beginn abgesagt werden musste. In der Öffentlichkeit kommt der Dank und die Wertschätzung für die Feuerwehren und Rettungskräfte, welche auch unter schwierigen Bedingungen in der jetzt schon 2-jährigen Pandemie funktionieren, etwas zu kurz. Er dankte allen für die geleistete Arbeit.

Als nächstes folgten die Ehrungen.

Bürgermeister Richter konnte für 15 Jahre Feuerwehrdienst Marc Reißner, Sebastian Koepff und Daniel König (Bild von links) sowie Marc Weller und Maximillian Ebermann mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Bronze vom Land Baden-Württemberg und für 25 Jahre Feuerwehrdienst Martin Bader (Bild 2. rechts) mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber des Landes Baden-Württemberg auszeichnen. Kommandant Kohlhaas schloss sich den Glückwünschen im Namen der Feuerwehr an.
 
Unter Punkt Verschiedenes wurde der Blick auf die „Zukunft der Feuerwehr“ gerichtet. Kommandant Kohlhaas erwähnte die in den beiden nächsten Jahren anstehenden Wahlen vom Ausschuss, stv. Kommandant/-en und Kommandant. Und es ist bekannt, dass es dabei einige Veränderungen gibt und es einen kleinen „Generation“-Wechsel geben kann.
Ein kleines Team aus dem Ausschuss hat sich damit befasst und Kamerad Volker Braun stellte das Projekt „Zukunftswerkstatt“ vor. Mit einem Fragebogen werden verschiedene Punkte und Themen abgefragt. Diese werden ausgewertet, um im Mai einen Tag „Zukunftswerkstatt“ mit den passenden Themeninseln vorzubereiten. Es ist dabei ausdrücklich erwünscht, dass sich alle Kameraden/-innen einbringen und mitwirken. Ziel ist die optimale Vorbereitung auf die Zukunft und die anstehenden Veränderungen.  
 
Es wurden noch Termine bekanntgegeben. Nachdem keine weiteren Wortmeldungen kamen, bedankte sich Kommandant Kohlhaas nochmals bei allen und beendete die Hauptversammlung nach knapp 90-minütiger Dauer.

Text Volker Braun / Bilder Andreas Nitsch